Der Markt und die Jungfrau Region
Die untenstehenden Kennzahlen beziehen sich auf die Jungfrau Region. Ausnahmen sind die durchschnittliche Aufenthaltsdauer und die Ausgaben pro Tag, diese beziehen sich auf die gesamte Schweiz (Quelle: Schweiz Tourismus).
| Total Übernachtungen 2025 | 129'848 |
|---|---|
| Veränderung zum Vorjahr | -8% |
| Hauptreisezeit | Februar, Juli, August |
| Ø-Aufenthaltsdauer | 2.4 Nächte |
| Ausgaben pro Tag | CHF 160.- |
| Personas | Lou (22%), Pat (20%), Kris (19%) |
Besonderheiten
BeNeLux umfasst die Niederlande, Belgien und Luxemburg. Die Niederlande sind der grösste Teilmarkt und generierten 2025 rund 54 % der BeNeLux-Hotelübernachtungen in der Schweiz. Der Markt ist stark selbstorganisiert: 60 % buchen ihre Unterkunft direkt und nur ein kleiner Teil über Reiseveranstalter. Zudem waren rund vier von fünf Gästen bereits früher in der Schweiz.
Die Gäste sind mehrheitlich preisbewusst, wobei sich die Länder unterscheiden: Die durchschnittlichen Tagesausgaben liegen bei 140 Franken für niederländische, 150 Franken für belgische und 210 Franken für luxemburgische Gäste. Besonders in den Niederlanden werden vermehrt Ferienwohnungen und günstigere Hotelkategorien gewählt.
Stimmung im Markt
Der BeNeLux-Markt entwickelte sich 2025 uneinheitlich: Die Hotelübernachtungen in der Schweiz stiegen aus den Niederlanden um 1,0 % und aus Luxemburg um 3,8 %, während Belgien einen Rückgang von 4,8 % verzeichnete. In der Jungfrau Region gingen die Logiernächte aus den drei Ländern insgesamt um 8,0 % auf 129’848 zurück.
Natur, Berge, Wandern, Radfahren und Wintersport bleiben die wichtigsten Reisemotive. Gleichzeitig gewinnen Bahnreisen, nachhaltige Angebote und weniger bekannte Orte an Bedeutung. September und Oktober etablieren sich zunehmend als relevante Reisemonate.
Die Stimmung bleibt grundsätzlich reisefreudig, aber preisbewusst. Der starke Franken und das hohe Schweizer Preisniveau führen vermehrt zur Wahl günstigerer Unterkünfte. Seit 2026 gilt in den Niederlanden für Hotels und Ferienunterkünfte eine Mehrwertsteuer von 21 statt 9 %, wodurch sich der Preisunterschied zur Schweiz etwas verringert. Besonders niederländische Gäste organisieren ihre Reisen häufig selbst, planen frühzeitig und buchen Unterkünfte direkt.