Frankreich

Der Markt und die Jungfrau Region

Die untenstehenden Kennzahlen beziehen sich auf die Jungfrau Region. Ausnahmen sind die durchschnittliche Aufenthaltsdauer und die Ausgaben pro Tag, diese beziehen sich auf die gesamte Schweiz (Quelle: Schweiz Tourismus).

Total Übernachtungen 2024 49'443
Veränderung zum Vorjahr +6.1%
Hauptreisezeit Februar, März, Juli, August, September
Ø-Aufenthaltsdauer 1.74 Nächte
Ausgaben pro Tag CHF 130.-
Personas Kris (40%), Jo (10%), Lou (15%), Max (15%), Pat (20%)

Besonderheiten

Seit 2026 bearbeitet die JRT den Markt Frankreich wieder aktiv via Made in Bern.
 
Franzosen haben im Durchschnitt 33 Urlaubstage pro Jahr, was sie zu den perfekten Kandidaten für Reisen in der Nebensaison macht. Im Jahr 2024 sind 24% der Franzosen zwischen September und November in die Schweiz gereist. Dies eröffnet eine grosse Chance, den Herbst als attraktive Reisezeit in Frankreich zu positionieren.
 
Die meisten Gäste aus Frankreich kommen aus den Regionen Île-de-France (26%), Auvergne-Rhône-Alpes (22%) und Grand Est (15%).

Stimmung im Markt

Frankreichs Wirtschaft ist im Jahr 2026 von moderatem Wirtschaftswachstum, anhaltenden strukturellen Herausforderungen und zurückhaltender Verbracuherstimmung geprägt. Man rechnet mit einem Wirtschaftswachstum von 1.0 - 1.1 %. Dies entspricht einer leichten Erholung gegenüber der verhaltenen Entwicklung im Jahr 2025, bleibt jedoch unter dem langfristigen Wachstumspotenzial. Konsum und Investitionen gewinnen zwar allmählich an Dynamik, werden jedoch weiterhin durch die anhaltende Unsicherheit gebremst.
 
Das politische Umfeld Frankreichs ist 2026 weiterhin von Instabilität und einer eingeschränkten Regierungsfähigkeit gekennzeichnet. Das Vertrauen der Bevlkerung in die politische Führung ist fragil und die Unsicherheit hoch, verbunden mit einem anhaltenden Risiko politischer Blockaden und sozialier Unruhen. Im Jahr 2027 werden neue Präsidentschftswahlen stattfinden.
Anfang 2026 entwickelt sich der französische Reise- und Tourismussektor weiterhin positiv. Die Zahl internationaler Besucher sowie deren Ausgaben bleiben hoch, nachdem bereits 2024 Rekordergebnisse erzielt wurden und sich diese Dynamik im Jahr 2025 fortsetzte.
 
Reisende suchen zunehmend nach Authentizität, Ruhe und weniger überfüllten Erlebnissen. Besonders beliebt ist der sogenannte Slow Tourism, bei dem ein einzelnes Reiseziel intensiv und in einem entspannten Tempo erkundet wird. Rund drei Viertel der französischen Reisenden bevorzugen weniger touristische, ländliche oder naturnahe Orte. Dieser Trend entspricht der allgemein steigenden Nachfrage nach Outdoor-Aufenthalten, etwa Wanderreisen, Auszeiten in der Natur und regional geprägten Gastfreundschaftserlebnissen.
Besonders beliebt bei Franzosen sind Ferien im eigenen Land. Rund 75 % der französischen Bevölkerung planen für 2026 mindestens eine Reise innerhalb Frankreichs. Auch Auslandsreisen bleiben ein wichtiger Bestandteil des französischen Reiseverhaltens. Etwa zwei Drittel der französischen Reisenden planen Reisen ins Ausland, insbesondere in benachbarte Länder wie Spanien, Italien und Deutschland. Gleichzeitig entstehen neue Buchungsgewohnheiten: Französische Reisende nutzen zunehmend KI-gestützte Anwendungen für die Reiseplanung und zeigen ein wachsendes Interesse an personalisierten und flexiblen Erlebnissen. Dazu gehören auch sogenannte „Lux-Scaping“-Reisen, also kurze, hochwertige Auszeiten im Luxussegment.
Die Kosten bleiben ein zentrales Entscheidungskriterium. Viele Reisende planen, ihre Budgets zu begrenzen und preisbewusste Angebote zu priorisieren. Auch Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte beeinflussen das Reiseverhalten zunehmend. Obwohl klimatische Kriterien bei der Auswahl eines Reiseziels eine wichtige Rolle spielen, zeigt die tatsächliche Wahl der Verkehrsmittel weiterhin eine starke Abhängigkeit vom privaten Pkw und vom Flugverkehr. Dennoch wächst in bestimmten Marktsegmenten die Nachfrage nach verantwortungsvolleren Reiseformen, darunter lokale, entschleunigte und umweltschonende Aufenthalte.