Korea

Der Markt und die Jungfrau Region

Die untenstehenden Kennzahlen beziehen sich auf die Jungfrau Region. Ausnahmen sind die durchschnittliche Aufenthaltsdauer und die Ausgaben pro Tag, diese beziehen sich auf die gesamte Schweiz (Quelle: Schweiz Tourismus).

Total Übernachtungen 2025 124'591
Veränderung zum Vorjahr -26%
Hauptreisezeit Mai bis Oktober
Ø-Aufenthaltsdauer 1.6 Nächte
Ausgaben pro Tag CHF 240.-
Personas Pat (30%), Max (30%), Lou (30%), Kris (10%)

Besonderheiten

Social Media und Bewertungsplattformen prägen die Reiseentscheidung stark.
Beliebt in der Jungfrau Region: Bergbahnen, Natur & historische Orte – die Region gehört bei Gästen aus Korea zu den affinsten Bergdestinationen der Schweiz, allen voran Interlaken, Grindelwald, Unterseen, Meiringen und Wilderswil.
91% reisen im Mid-/High-End-Segment – Qualität & Erlebnis stehen im Fokus.
Gäste planen früh: Ø 137 Tage vor Abreise, buchen 74 Tage vorher.
Der Reisezielort ist entscheidender als die Unterkunft (81%) – starkes Interesse an ikonischen Destinationen wie der Jungfrau Region.
71% der Gäste besuchen die Schweiz zum ersten Mal – grosses Potenzial für Erstkontakt und Markenbindung.
Die Nebensaison ist stark: Rund 29% der Übernachtungen fallen in die Monate September bis November.

Stimmung im Markt

Der Markt Korea bleibt für die Schweiz grundsätzlich attraktiv, doch 2025 zeigt sich ein deutlicher Rückgang: Die Logiernächte in der Jungfrau Region sanken um 26%, gesamtschweizerisch um 11%. Der seit längerem schwache koreanische Won gegenüber dem Franken macht Fernreisen wie in die Schweiz spürbar teurer und dämpft die Nachfrage.

Für 2026 kommt eine weitere Belastung hinzu: Der Konflikt im Nahen Osten schränkt die Flugkapazitäten ein und treibt Treibstoffkosten und Ticketpreise nach oben. Erste Anzeichen zeigen, dass Gäste aus Korea deshalb vermehrt auf näher gelegene Ziele wie Japan oder Südostasien ausweichen, auch ganze Reisegruppen bleiben aus.

SWISS und Korean Air fliegen weiterhin je dreimal wöchentlich nonstop Zürich–Seoul, die Tickets sind aber teurer geworden. OTAs gewinnen weiter Marktanteile, klassische Reisebüros verlieren an Bedeutung – Paketbuchungen liegen noch bei rund 50%, mit sinkender Tendenz.