Nordics

Der Markt und die Jungfrau Region

Die untenstehenden Kennzahlen beziehen sich auf die Jungfrau Region. Ausnahmen sind die durchschnittliche Aufenthaltsdauer und die Ausgaben pro Tag, diese beziehen sich auf die gesamte Schweiz (Quelle: Schweiz Tourismus).

Total Übernachtungen 2025 23’098
Veränderung zum Vorjahr -1%
Hauptreisezeit Februar, März, Juli, August
Ø-Aufenthaltsdauer 2.13 Nächte
Ausgaben pro Tag CHF 190.-
Personas Kris (45%), Jo (45%), Quinn (10%)

Besonderheiten

Der Markt Nordics besteht aus den vier Ländern Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland.
 
Gäste aus den Nordics buchen ihre Schweiz-Reisen häufig über kleinere und vor allem spezialisierte Reiseveranstalter oder individuell selbstständig. Dieser Trend wird durch die fortgeschrittene Digitalisierung in den skandinavischen Ländern unterstützt. Ausnahme bilden vor allem zahlreiche MICE-Gruppen. Viele Unternehmen organisieren jährliche Ski-Wochenenden für ihre Mitarbeitenden, die in der Regel von Donnerstag bis Sonntag dauern.
 
Der Altersdurchschnitt der skandinavischen Gäste liegt bei 36 Jahre und es reisen mehr Männer (55.4 %) als Frauen (44.6 %) in die Jungfrau Region. Im Durchschnitt wird der Urlaub in die Jungfrau Region 69 Tage vor Reiseantritt gebucht und der häufigste Grund für eine Reise ist der Besuch von Sehenswürdigkeiten dicht gefolgt von aktivem Winterurlaub.

Stimmung im Markt

Anfang 2026 gehen die nordischen Volkswirtschaften nach mehreren Jahren globaler wirtschaftlicher Volatilität von einer Erholungsphase in eine Phase moderaten, aber widerstandsfähigen Wachstums über. Die Inflation hat sich in der Region weitgehend normalisiert, die Zinssätze sind gesunken und die Währungsbewegungen haben sich im Vergleich zu den Turbulenzen zu Beginn des Jahrzehnts stabilisiert.
Die nordische Region ist traditionell bekannt für hohe Produktivität, grosse Kaufkraft und starke wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Das BIP pro Kopf ist gehört zu den höchsten Europas und liegt weiter über dem EU-Durchschnitt. Dadurch gelten die nordischen Länder als einige der wohlhabendsten und wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften weltweit.
 
Die nordischen Länder gehören weiterhin zu den politisch stabilsten Demokratien der Welt und zeichnen sich durch ein hohes Vertrauen in staatliche Institutionen, ein hohes Mass an Geschlechtergleichstellung und geringe Korruption aus. Der NATO-Beitritt Finnlands und Schwedens hat die nordische Sicherheitslandschaft grundlegend verändert. Verteidungsausgaben sind gestiegen, die regionale Zusammenarbeit hat sich vertieft und es gibt eine engere Abstimmung mit der EU. Erneute Äusserungen von Donald Trump über eine mögliche Kontrolle der Vereinigten Staaten über Grönland haben diplomatische Spannungen ausgelöst. In allen nordischen Ländern, besonders jedoch in Dänemark, haben die negativen Einstellungen gegenüber den Vereinigten Staaten deutlich zugenommen, was sich auf das Reiseverhalten auswirken dürfte.
 
Die Reisevorlieben umfassen ein breites Spektrum an Destinationen – von europäischen Städten bis hin zu weiter entfernten Reisezielen. Nordische Konsumentinnen und Konsumenten zeichnen sich bei ihrem Reiseverhalten durch ein hohes Mass an Selbstständigkeit und eine ausgeprägte Individualität aus. Insbesondere Winterferien werden häufig spontan und direkt online gebucht, wobei die aktuellen Wetter- und Schneeverhältnisse eine wichtige Rolle spielen. Bedeutende Ausnahmen bilden Kunden im gehobenen Preissegment, betriebliche MICE-Wochenenden und Familienferien, bei welchen die Verfügbarkeit entscheidend ist. Solche Angebote werden häuftig über Tour Operator gebucht.
 
Nachhaltigkeit ist für nordische Reisende eine grundlegende Erwartung, jedoch nicht zwingend der Hauptgrund für eine Reiseentscheidung. Fehlt ein glaubwürdiges nachhaltiges Angebot, kann dies allerdings abschreckend wirken.
 
Nordische Konsumentinnen und Konsumenten nutzen digitale Inhalte intensiv und lassen sich von unterschiedlichen Quellen inspirieren. Dazu zählen die Online-Portale bekannter Tageszeitungen, persönliche Blogs sowie verschiedene soziale Medien und Social-Media-Kanäle von Medienhäusern. Digitale Kanäle spielen daher eine zentrale Rolle bei der Inspiration, Planung und Entscheidungsfindung im Reiseprozess.
 
Obwohl sich die Entwicklung in den nordischen Ländern aufgrund des starken Frankens immer wieder als herausfordernd gestaltet, bleibt der Markt insbesondere für das Wintergeschäft von grossem Interesse. Auch für Sommer- und Herbstreisen bietet er weiterhin attraktive Potenziale.